Als Frau den ersten Schritt machen – Sandras Geschichte
Ich habe ihn schon eine ganze Weile beobachtet.
Eine Freundin hatte Geburtstag. Wir waren ungefähr fünfzehn Leute. Die meisten kannten sich seit Jahren. Im Wohnzimmer lief Musik, in der Küche standen leere Gläser, und irgendjemand hat ständig den Flaschenöffner gesucht.
Er war ein Freund ihres Mannes.
Wir hatten uns zweimal unterhalten. Über die Musik, darüber, wo wir wohnen, solche Dinge. Nichts Besonderes eigentlich.
Aber ich habe gemerkt, dass ich immer wieder nach ihm geschaut habe. Und dass es mir gefallen hat, wenn er zurückgeschaut hat.
Eigentlich hätte ich ihn einfach gehen lassen
Das passiert mir nicht mehr so oft.
Nicht, dass ich keine Männer mehr interessant finde. Aber meistens denke ich gar nicht darüber nach, ob aus einem netten Gespräch mehr werden könnte.
Ein bisschen flirten. Ein schöner Abend. Danach fährt jeder nach Hause.
Diesmal war es anders. Das habe ich allerdings erst richtig gemerkt, als er seine Jacke geholt hat.
Er stand an der Küchentür und hat sich verabschiedet. Ich habe gesehen, wie er nach seinen Schlüsseln gegriffen hat.
Und plötzlich habe ich gedacht: Jetzt geht er.
Ich wollte das nicht.
Dabei kannte ich ihn kaum. Ich wusste, wie er heißt, wo er ungefähr wohnt und dass ich sein Lächeln mag. Ich wusste nicht einmal, ob er eine Freundin hat.
Aber ich hatte mir schon vorgestellt, dass er mich küsst.
Nicht irgendwann. Heute Abend.
In meinem Kopf war ich dabei deutlich weniger zurückhaltend als in dieser Küche. Da bin ich ihm näher gekommen und habe seine Hand genommen. Ich habe mir vorgestellt, wie er mich ansieht, wenn ich sie nicht gleich wieder loslasse.
In Wirklichkeit stand ich mit meinem Glas da und habe so getan, als würde ich der Unterhaltung neben mir zuhören.
Als Frau den ersten Schritt machen? Meistens warte ich doch.
Ich hätte natürlich einfach abwarten können. Wenn er Interesse hat, wird er schon etwas sagen.
So habe ich das oft gemacht.
Ich kann mich gut unterhalten. Ich kann flirten. Manchmal glaube ich auch zu merken, dass ein Mann mich interessant findet.
Aber wenn ich jemanden wirklich will, werde ich plötzlich vorsichtig.
Dann soll er bitte anfangen. Damit ich nicht diejenige bin, die etwas sagt und anschließend auf seine Antwort warten muss.
Diesmal hat mich das selbst genervt.
Er hatte die Jacke schon über dem Arm.
„Warte mal.“
Ich habe es gesagt, bevor ich richtig darüber nachgedacht habe.
Er ist stehen geblieben und hat sich zu mir umgedreht.
„Ja?“
Und jetzt hatte ich ein Problem. Ich wusste nämlich überhaupt nicht, was ich sagen wollte.
Ich habe ihn angesehen. Er mich auch.
„Ich wollte nur …“
Großartig, Sandra.
Ich musste lachen.
„Ich wollte Dich eigentlich nicht einfach gehen lassen.“
Er hat gelächelt.
„Okay.“
Mehr hat er nicht gesagt.
Ich hatte gehofft, dass er mir mit irgendeiner Frage weiterhilft. Aber er stand einfach da und hat gewartet.
Also habe ich weitergeredet.
„Ich würde Dich gern wiedersehen.“
Jetzt hatte ich es gesagt. Und natürlich habe ich sofort überlegt, ob das zu direkt war.
Er hat mich einen Moment angeschaut.
„Das würde ich auch gern.“
Jetzt hatte ich seine Nummer
Wir haben unsere Nummern ausgetauscht. Dann ist er tatsächlich gegangen.
Kein Kuss. Keine große Szene.
Ich bin zurück in die Küche und habe mir ein Glas Wasser geholt.
Meine Freundin hat gefragt, ob alles okay ist.
„Ja“, habe ich gesagt.
Und musste grinsen.
Ich hatte ihn gerade an der Küchentür aufgehalten und gesagt, dass ich ihn wiedersehen möchte. Jetzt hatte ich seine Nummer.
Dabei hatte ich kurz vorher noch so getan, als würde mich das Gespräch neben mir interessieren.
„Wann sehen wir uns?“
Am nächsten Morgen habe ich eine Nachricht von ihm auf meinem Handy gesehen.
„Guten Morgen, Sandra. Wann sehen wir uns?“
Ich habe sie zweimal gelesen. Dann habe ich geantwortet.
„Donnerstag?“
Keine zehn Sekunden später kam seine Antwort.
„Sehr gern.“
Und ich habe mich dabei erwischt, wie ich schon wieder darüber nachgedacht habe, wie es wäre, ihn zu küssen.
Diesmal würde ich nicht unbedingt darauf warten, dass er anfängt.
— Sandra
Und was passiert in Deiner Fantasie?
Du kennst ihn kaum. Trotzdem hast Du Dir schon vorgestellt, wie es wäre, ihn zu küssen.
Vielleicht sogar, selbst näher zu kommen.
Bei Sir Stephen & Me hörst Du nicht nur zu, wenn eine andere Frau so etwas erlebt. Unsere erotischen Audio-Erlebnisse versetzen Dich selbst in die Situation.
Du hörst keine Fantasie. Du erlebst sie.
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